
In der Rubrik 'Laterna Masonica' erscheinen kurze Aufsätze zum Thema 'Laterna magica'. Diese Wortprägung führt zurück in das Mönchslatein des 17. Jh. Im 18. Jh. war die Zeit des Lateinischen als Wissenschaftssprache vobei, der Begriff wurde ins Deutsche übersetzt und lautete nun 'Zauberlaterne'. Im 19. Jh. erreichte das Projektionsmedium in England und den USA als ‚magic lantern' seinen glanzvollen Höhepunkt. Gemäß des neuerfundenen Namens dieser Rubrik in der Internetloge 'Laterna Masonica' (Maurerlampe) wird den vielen Berührungspunkten der Projektionskunst mit der Freimaurerei und der Geistesgeschichte nachgegangen. Die Abhandlungen bilden eine lose Folge, jede kann für sich gelesen werden, als roter Faden zieht sich die Geschichte der magischen und symbolischen Maurerei durch.
Laterna Masonica - Vorwort
(lama_vorwort.pdf)
Einige einleitende Worte zum Thema
Zauberlaterne, Hilfsmittel phantasmagorischer Grusel-Events
(lama_schrepfer.pdf)
Ein Zeitgenosse beschreibt um 1778/80 die Bestrebungen der Freimaurer und den sozialen Status ihre Mitglieder:
"Der Eine will Gold machen, der Andere will Geister beschwören, der Dritte will die *** [Tempelritter] wieder herstellen [...]"Am Beispiel von Johann Georg Schrepfer und den ihm nahestehenden Brüdern sollen diese pauschalen Äußerungen dargelegt werden.
"[...] Prinzen, Grafen, Herrn von, Offiziere, Räte von allerlei Beschlag, Kaufleute, Künstler - alle die schwärmen freilich ohne Unterschied des Standes in der Loge unter einander durch - Aber in der That sind doch alle nur von Einem Stande, und der ist leider ..."
(Gotthold Ephraim Lessing, Ernst und Falk, Gespräche für Freimaurer, Viertes Gespräch, 1780.)
Lucerna magica im Salomonischen Tempel
(lama_kircher-kammer.pdf)
Die Raumanordnung der Laterna Magica Theater, Kinos, kurz aller Lichtspieltheater ist dem Bauplan des Salomonischen Tempels, wie er im Alten Testament, im 1. Buch der Könige beschrieben wird, ähnlich. Vorhalle, Heiliges und Allerheiligstes entsprechen Foyer, Zuschauerraum und Vorführkabine. Besteht außer dieser äußerlichen Ähnlichkeit auch eine innere Analogie zwischen Salomonischem- und Medientempel? Dieser Frage geht G.H. hier nach.
Die Wendeltreppe - Pillars of the Porch, ein freimaurerisches Instruktionsdia
lama_stufen.pdf
Die amerikanischen Logen vermitteln die Bedeutung der maurerischen Symbole durch Diaprojektion an ihre Aufzunehmenden. Diese Diaserien sind gradweise geordnet und bilden einen feststehenden Bildkanon. Die individuelle Wahrnehmung der einzelnen Dias soll wie ein Puzzele im kollektive Gedächtnis der Brüder zu einem Gesamtzusammenhang verschmelzen.
Hang the Old Tyler - Die "Old Tiler Talks" von Carl H. Claudy
lama_tilertalks.pdf
Im August 1921, mit Veröffentlichung der "Old Tiler Talks" im freimaurerischen Magazin "Fellowship Forum", begegnete der "Old Tiler" den amerikanischen Brüdern im fiktiven Gespräch mit einem Neophyten. Im Jahr 1925 bat der Verlag "The Temple Publisher" Br. Carl Claudy, einige dieser Kurzgespräche für eine Buchausgabe auszuwählen. Daraufhin entstand im gleichen Jahr ein kleiner Band zum Verkaufspreis von einem Dollar. Der Versuch, einiges Grundwissen der Freimaurerei in die Umgangssprache umzusetzen und dabei Fragen zu beantworten, die einen Freimaurer besonders als junger Bruder bewegen, ist ein voller Erfolg geworden. Die "Old Tiler Talks", siebzig kurze Gespräche in sieben Themenbereiche gegliedert, erschienen bis heute in einer Reihe von Auflagen. In diesem Zusammenhang wird auch das mittels Laterna Magica und Glasdias vermittelte vermittelte Lehrgebäude beispielhaft angesprochen.
Himmelsmechanik und Freimaurerei
himmelsmechanik.pdf
Der Johannistag ist der Gedenktag der Geburt Johannis des Täufers, Schutzpatron der Steinmetzbruderschaften, am 24. Juni, an dem auch das freimaurerische Johannisfest gefeiert wird. In der zeitlichen Nähe der Wintersonnenwende, am 27. Dezember, wird Johannes der Evangelist, Schutzpatron der Klosterbauhütten in Schottland, verehrt. In diesem Beitrag werden beide Tage im Zusammenhang mit der Himmelsmechanik näher betrachtet.